Ehrung beim Männergesangverein Frohsinn, Heppenheim

Das Starkenburger Echo schreibt in seiner Ausgabe am 20. Dezember 2011:  | dj

Schokis aus Kirschhausen überzeugen

Frohsinn – Nächstes Jahr feiert der Männergesangverein hundertsten Geburtstag – Ehrungen für treue Sänger

Würdigung: Walter „Mennlein“ Schmitt (Zweiter von links) freut sich über die Urkunde, die ihm    Eckhart Pahlke (Vierter von links) vom Sängerkreis Weschnitztal-Überwald überreicht. Eine besondere Ehre wurde Georg Keil (links) zuteil: Er bekam die goldene Sängernadel für 60 Jahre Singen und ein Geschenk.  Die Frohsinn-Vorstandsmitglieder Karlheinz Gärtner (Dritter von links) und Herbert Rodenheber gratulierten.  Foto: Dagmar Jährling

Würdigung: Walter „Mennlein“ Schmitt (Zweiter von links) freut sich über die Urkunde, die ihm Eckhart Pahlke (Vierter von links) vom Sängerkreis Weschnitztal-Überwald überreicht. Eine besondere Ehre wurde Georg Keil (links) zuteil: Er bekam die goldene Sängernadel für 60 Jahre Singen und ein Geschenk. Die Frohsinn-Vorstandsmitglieder Karlheinz Gärtner (Dritter von links) und Herbert Rodenheber gratulierten. Foto: Dagmar Jährling

HEPPENHEIM. Vorstandsmitglied Herbert Rodenheber wünschte den Sängern und Freunden des Männergesangvereins Frohsinn in einer immer hektischer werdenden Weihnachtszeit, in der „die Kassen süßer nie klingen“, trotzdem eine schöne besinnliche Einstimmung an diesem Abend auf das Weihnachtsfest.

Der Gesangverein, der im nächsten Jahr hundertjähriges Bestehen feiert und wie so viele andere Vereine mit Nachwuchsproblemen kämpft – Fritz Seib ist mit 62 Jahren sozusagen der „Jungsänger“ unter den Aktiven – hat bewiesen, was er kann: Kurzfristige Mikrofonprobleme, die schnell von Wirt Uwe Hörner beseitigt wurden und Umdispositionen im Programm, weil Gruppen sich verspäteten, alles kein Problem – so viel Flexibilität in der Programmgestaltung bekommt der feine kleine Verein allemal hin.
Viel Lob bekam die Kinderturngruppe vom Turnverein Heppenheim. Die Mädchen und Jungen kamen mit Skimützen und einem riesigen Adventskranz aus Stoff auf die Bühne. Übungsleiterin Gudrun Schäfer sorgte für die musikalische Untermalung mittels Gettoblaster. Darauf folgten zwei junge Damen, die für ihre akrobatischen Darbietungen bewundert wurden.
Sophie Völker und das Trompetenensemble Philipp Weis und Josef Alter brauchten kein Mikrofon. Völker trug mit fester Stimme die Geschichte von der Weihnachtsmaus vor, die bekanntlich nur zu Weihnachten auftaucht und vom Weihnachtsgebäck nascht. Wer auch sonst könnte für die Schwindsucht des „Woihnachtsguts“ in den großen Blechdosen sorgen? Das Trompetenensemble des Männergesangvereins Frohsinn wurde vom Dirigent Manfred Gremm am Klavier begleitet.
Als die Schokis aus Kirschhausen (Kinder-Jugendschola von Sankt Bartholomäus) die Bühne betraten, war sie schnell gefüllt. Es gibt ihn also noch, den Sängernachwuchs. So stellte Chorleiterin Petra Mai-Gußmann mit Stolz ihren jüngsten Zögling vor: „Unsere Friederike ist fünf Jahre alt und schon seit einem Jahr im Chor. Wie sie sehen, haben wir keinerlei Nachwuchsprobleme.“ Im Anschluss trugen die Geschwister Miriam, Ronja und Lars Gussmann auf Cello, Klavier und Geige vor – besinnlicher kann eine Weihnachtsfeier wohl kaum sein.
Für 25 Jahre Mitgliedschaft als Sänger im Frohsinn wurde Walter „Mennlein“ Schmitt mit einer Urkunde geehrt; für gar 60 Jahre bekam Georg Keil von dem „dritten Mann“ des Sängerkreises Weschnitztal-Überwald, Eckhart Pahlke, die goldene Ehrennadel der deutschen Sänger überreicht. Für 25 Jahre passive Mitgliedschaft wurden Hans Kampf – der ehemalige Wirt des Vereinshauses – und Klaus Kordt in Abwesenheit geehrt. Pahlke bedauerte, dass die heutige Zeit so schnelllebig ist. Die Beständigkeit sei früher stärker ausgeprägt gewesen. Die Schnelllebigkeit der Gesellschaft töte die Seele, während das Singen diese hebe.
Bevor die Gewinnlose der Tombola im Kolpingzimmer gegen Ware ausgetauscht wurden, sang noch einmal der MGV Frohsinn mit dem Kolpingchor Weihnachtslieder und alle Gäste sangen mit. Rodenheber dankte zum Abschluss Dirigent Manfred Gremm und Ehrendirigent Philipp Weis. Er erinnerte an die Jahresabschlusswanderung (29.) und das Jubiläum 2012, gefeiert wird am ersten Juni.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.